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Japanische Lavendelheide pflanzen, pflegen und schneiden

Die Japanische Lavendelheide, botanischer Name Pieris japonica und auch bekannt als Schattenglöckchen, ist eine von weltweit sieben Lavendelheiden, die auch in unseren Regionen kultiviert werden. Sie ist eine sehr wandlungsfähige Pflanze, die den Gärtner das ganze Jahr hindurch mit einem immer wieder neuen Gesicht verwöhnt. Die Blätter sorgen für schöne Farbtupfer im Garten, treiben im späten Frühjahr in tollen Bronzetönen aus, einige Sorten zeigen dann knallrote Blätter. Im Laufe des Jahres färben sich die Blätter dann über ein frisches Grün in ein sehr schönes Dunkelgrün. Im Spätsommer bilden sich die üppigen Blütenstände aus, im folgenden Frühjahr öffnet die Lavendelheide dann ihre wunderschönen, glockenförmigen Blüten. Es sind Sorten mit roter, rosafarbener oder weißer Blüte erhältlich. 

Bezüglich der Verwendungsmöglichkeiten ist die Lavendelheide mit ihren velen Sorten ebenfalls breit aufgestellt. Die meisten Gärtner möchten Lavendelheide kaufen als Begleitpflanze für Rhododendren, da sie die Ansprüche an Boden und Lichtverhältnisse mit den Alpenrosen teilt und die Blüten der Pflanzen im Zusammenspiel für ein tolles Bild im Garten sorgen. Aber auch in Einzelstellung, als Heckenpflanze oder im Kübel kann die immergrüne Pieris japonica überzeugen. 
Alles Wichtige zur Pflanze und zur Pflege sowie Tipps für die Schattenglöckchen erfährst Du in unserem Artikel Lavendelheide pflanzen, pflegen und schneiden. 

1. Steckbrief
2. Der richtige Standort
3. Pflanzung
4. Lavendelheide pflegen
5. Lavendelheide schneiden

1. Steckbrief

Botanischer Name Botanischer Name Pieris japonica
Familie Familie Heidekrautgewächse
Gattung Gattung Lavendelheiden
Synonyme Synonyme Schattenglöckchen
Blütezeit Blütezeit März bis Mai
Blütenfarbe Blütenfarbe rosa, rote und weiße Blüten
Laubfarbe Laubfarbe grün
Immergrün Immergrün ja
Zierpflanze Zierpflanze ja
Nutzpflanze Nutzpflanze nein
Verwendung Verwendung Einzelstellung, Blütenhecken, Böschungen, Unterpflanzung, Kübelpflanze
Winterhärte Winterhärte winterhart
Kalkverträglichkeit Kalkverträglichkeit kalkempfindlich
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf mittel
Lichtansprüche Lichtansprüche halbschattig, schattig
Bodenfeuchte Bodenfeuchte mittel
Bodenart Bodenart sandig

 

2. Der richtige Standort

Vor der Pflanzung solltest Du Dir Gedanken über den Standort machen, denn Lavendelheide stellt diesbezüglich einige Ansprüche, ähnlich wie Rhododendren oder Azaleen. In ihrer japanische Heimat wächst sie vorzugsweise im lichten Unterholz der Bergwälder und auch ihr Trivialname Schattenglöckchen weist bereits auf den geeigneten Standort hin: Schattige Plätze eignen sich tatsächlich besser als vollsonnige Standorte, zu viel Sonnenlicht kann sowohl im Sommer als auch im Winter zu Blattschäden führen. Ideal ist lichter Schatten, wie er zum Beispiel unter großen Bäumen zu finden ist. 
Auch der Boden muss einige Voraussetzungen erfüllen, damit die Lavendelheide ihr volles Potenzial ausschöpfen kann. Humusreicher, sandiger, gut durchlässiger und gleichmäßig feuchter, saurer Boden liefert optimale Bedingungen für ein gutes Wachstum und eine üppige Blütenpracht. Verdichtete Böden eignen sich nicht, die Pflanzen breiten ihre Wurzeln hier nicht aus und verkümmern. Bei Bedarf kannst Du den Boden mit verrottetem Laub oder Rindenkompost optimieren. Auf besonders feuchten Böden empfiehlt sich zudem eine Drainageschicht aus Kies. 
Lavendelheide mag keinen Kalk! Solltest Dein Gartenboden kalkhaltig sein, pflanzt Du Deine Lavendelheide am besten im Kübel mit herkömmlicher Rhododendronerde, die mit etwas Sand aufgelockert wird. Für eine Pflanzung im Kübel eignen sich klein bleibende Sorten wie zum Beispiel 'Prelude' oder 'Little Heath' besonders gutBeachte bitte, dass bei einer Pflanzung im Kübel ein Winterschutz erforderlich ist! Wenn es trotz kalkhaltiger Erde der Garten sein soll, muss die Erde großräumig gegen ein geeignetes Substrat ausgetauscht werden. 
Achte bei der Standortwahl außerdem auf ausreichend Platz zu den Seiten, denn die Lavendelheide wird in etwa so breit wie hoch.

Lavendelheide Blüten

3. Pflanzung

Die beste Pflanzzeit ist auch für Lavendelheide der Herbst. Die Erde im Pflanzloch sollte großzügig aufgelockert werden, damit sich die Wurzeln entfalten können. Jetzt die Pflanze ins Loch setzen und mit dem Aushub auffüllen, einschlämmen und vorsichtig antreten. Forme einen Gießrand und bedecke den Wurzelballen mit Rindenmulch, dadurch hält sich die Feuchtigkeit besser im Boden und die Erde wird vor dem Austrocknen geschützt. Versorge die Pflanze in den nächsten Tagen regelmäßig mit reichlich Gießwasser, auch wenn es regnet! Zum Gießen verwendest Du idealerweise Regenwasser, da dieses keinen Kalk enthält. In Gegenden mit sehr weichem Leitungswasser kannst Du natürlich auch direkt aus der Leitung zapfen.

4. Lavendelheide pflegen

Die weitere Pflege von Lavendelheide gestaltet sich denkbar einfach, wenn man sich bei der Pflanzung an die Empfehlungen gehalten hat. Bei anhaltender Trockenheit ist regelmäßiges Gießen obligatorisch, auch im Winter. Da die Lavendelheide einen geringen Nährstoffbedarf hat, ist die Zugabe von Dünger nur auf sehr kargen Böden erforderlich. Das gilt natürlich nur für Pflanzen im Garten, Kübelpflanzen brauchen hier etwas mehr Pflege und sind für eine Düngerzugabe etwa alle zwei bis drei Wochen dankbar. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Dünger Blühwunder von Euflor. Zudem musst Du Kübelpflanzen natürlich regelmäßig gießen. Unkraut entfernst Du am besten per Hand, da die Wurzeln sich flach unter der Erdoberfläche ausbreiten könnten diese durch eine mechanische Bearbeitung des Bodens sonst Schaden nehmen. Aber egal ob Beet oder Kübel, das Schattenglöckchen Pieris japonica wird Deinen Garten bereichern.

Lavendelheide Laub

5. Lavendelheide schneiden

Eigentlich nicht notwendigfür diese Pfflanzen, da die japanische Lavendelheide pro Jahr maximal 10 Zentimeter zulegt. Wenn Du eine Hecke mit Lavendelheide gepflanzt hast, kannst Du sie aber nach dem Winter problemlos in Form schneiden, das verträgt sie ohne mit der Blüte zu zucken. Auch um eine stärkere Verzweigung Deiner Schattenglöckchen anzuregen kannst Du zur Schere greifen. Kürze hierfür die Triebe etwas ein und schneide immer oberhalb einer Triebknospe, damit keine toten Überstände zurückbleiben.

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