Blattläuse erfolgreich bekämpfen – mit Marienkäfern

Das hilft gegen Blattläuse

Blattläuse sind fies und hartnäckig. Haben sie einmal ein Fressparadies in unserem Holunder, in den Rosen oder im Oleander gefunden, sind sie nur schwer wieder loszuwerden. Und die Biester vermehren sich zusehends! Jede Blattlaus kann bis zu fünf Nachkommen pro Tag produzieren, die wiederum in wenigen Wochen mit weiteren gefräßigen Nachkommen aufwarten. Die grüne oder schwarze Armee saugt die Lebenskraft am liebsten aus jungen Trieben. Wenn sie fertig ist, bleibt eine tote Gartenpflanze zurück und die nächste Schönheit ist dran.

Je schneller du reagierst, desto besser!

Unser Super-Tipp hat sechs Beine und schwarze Punkte auf dem meist roten Rücken. Die Marienkäfer (Occinellidae) sind nicht nur Glücksbringer, sie sind auch noch ein Glücksfall für jeden Garten. Der Liebling für jeden Gärtner! Der Grund liegt auf der Hand: Die Tierchen sind nicht nur hübsch anzuschauen, sie haben auch einen riesigen Appetit auf Blattläuse.

Ein einziger Käfer verspeist bis zu 150 Blattläuse am Tag. Aber auch die Marienkäfer-Larven sind hungrig. Innerhalb von rund drei Wochen frisst ein Larve rund 600 Blattläuse. Die nächste Zahl lässt das Herz jedes Gärtners höher schlagen: Die Nachkommen eines einzigen Käfers futtern während eines Sommers rund 100.000 Blattsauger. Stell dir vor, die schwarzen oder grünen Schädlinge hätten sich ohne Käfer ungehindert über deine Gartenpflanzen hergemacht. Da wäre nicht mehr viel übrig.

Marienkäfer im Garten

Die Schädlingsbekämpfer sind fleißig

Wenn die Marienkäfer ein Schlemmer-Paradies für Ihre zukünftige Kinderschar entdecken, legen sie im Frühjahr ihre gelben Eier an der Unterseiten von schmackhaften Blättern oder Zweigen ab. Bereits nach einer Woche erblicken die Larven das Licht der Welt und beginnen sogleich mit der Stärkung. Eine Blattlaus nach der anderen wandert in ihren Bauch. Nach etwa drei Wochen sind die Larven genügend gestärkt und verpuppen sich. Schon bald tippeln erwachsene, 6 bis 8 mm große Schädlingsbekämpfer auf deinen Pflanzen herum. Zwei bis drei Jahre lang lebt solch ein Käfer – und frisst und frisst und frisst … Übrigens: Auch Schildläuse schmecken dem Marienkäfer.

Marienkäfer gegen Blattläuse kaufen

Marienkäfer werden als biologische Schädlingsbekämpfer eingesetzt. Es gibt einige Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, die süßen Krabbler gezielt zu züchten. In Deutschland sind etwa 78 Arten von Marienkäfer heimisch, weltweit gibt es etwa 4000. Unsere Glücksbringer sind die Siebenpunkt-Marienkäfer. Sie haben einen roten, halbbuckeligen Rücken und schwarze Punkte, sind flink und können wie alle Marienkäfer fliegen. Hierzulande kommen sie am häufigsten vor. Auf dem Naturlaufsteg sind auch gelbe mit schwarzen Punkten und umgekehrt zu sehen. Seltener anzutreffen ist der vierfleckige Zwergmarienkäfer mit schwarzem Rücken und vier größeren roten Punkten. Für die Schädlingsbekämpfung werden nicht nur heimische Arten genommen, sondern auch der asiatische Harlekin-Marienkäfer (Harmonia axyridis). Denn er ist einer der gefräßigsten Vertreter seiner Art. Eigentlich dürfte er nur im gewerbsmäßigen Gartenbau eingesetzt werden. Aber inzwischen ist er ausgeflogen und hat sich bei uns in der freien Natur prima eingelebt.
Übrigens: Ein paar Blattläuse dürfen sich ruhig an den Pflanzen tummeln. Sie bieten die Nahrungsgrundlage für Marienkäfer. Ist keine einzige Blattlaus da, ist auch die  Lebensgrundlage für den Marienkäfer weg. Ob Marienkäfer, Feuerkäfer, Biene oder Grashüpfer. Wir brauchen Insekten in unserem Garten, denn sie helfen uns unter anderem bei der Pflanzenpflege. Daher sollten wir bei der Schädlingsbekämpfung auf Chemiekeulen weitgehend verzichten. Denn damit vertreiben wir nicht nur die Schädlinge, sondern auch die nützlichen Tierchen. 

Fazit

Egal ob Marienkäfer einen roten, schwarzen oder gelben Rücken mit hübschen Punkten haben, eines haben sie alle gemeinsam. Sie vernichten eine große Plage im Garten: die zähen Blattläuse.

Marienkäfer sind u.a. erhältlich beim Grünteam Gartenshop.

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