Das Gartenjahr - Juni

Jetzt ist die schönste Zeit im Garten. Alles grünt und blüht, die Temperaturen steigen und die Insekten summen. Die Grillsaison ist eingeläutet und draußen sein macht wieder einfach Spaß! Auch wenn Du am liebsten den ganzen Tag in der Hängematte verbringen möchtest, hin und wieder gibt es doch noch etwas im Garten zu tun. Das bringt der Juni:

Nutzgarten

Obst

Bei Deinem Steinobst kannst Du mit bzw. nach der Ernte bereits den Sommerschnitt der Pflanze „mit abhaken“.

Wurmstichige, missgebildete und faule Früchte möchte niemand gerne haben, der Wert auf Obst aus dem eigenen Garten legt. Um zu vermeiden, dass der Befall von Wicklern, Spinnern, Pilz und Co. überhandnimmt, gibt es aber auch Vorsorgemaßnahmen.

Beim Apfel wird die Wurmstichigkeit durch die Raupen des Apfelwicklers, eines dämmerungsaktiven Falters, verursacht. Er legt seine Eier auf die Blätter in Fruchtnähe. Die Made bohrt sich in den Apfel frisst sich einmal quer hindurch und verlässt dann als Raupenstadium den Apfel. Die Bekämpfung erfolgt mittels Pheromon-Fallen für die adulten Falter, oder durch Well-Pappe-Gürtel, welche Du um den Stamm legst. In denen nisten sich die Raupen zum Überwintern ein und zum späten Herbst kannst Du die Gürtel entfernen und im einfachen Hausmüll entsorgen.

Gemüse

Es ist Erntezeit! Zumindest bei dem Weiß- und Blumenkohl, Kohlrabi, Brokkoli, den Möhren und bei einigen Salaten kann schon kräftig zugeschlagen werden. Bereits beim ersten Bissen merkst Du, dass sich Deine ausgiebige Vorarbeit im Frühling definitiv gelohnt hat. Außerdem ist der Juni der Spargel-Monat. Im ersten Jahr wird dieser bis zum 10. und in den nachfolgenden Jahren bis Ende Juni gestochen.

Mit der ersten Gemüseernte beginnt auch die nächste Aussaat, nämlich von Radieschen, Rettich und Buschbohnen. Außerdem kannst Du nun Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl, Porree, Sellerie und Kopf- sowie Eissalat nach draußen in dein Gemüsebeet pflanzen.

Ziergarten

Zier- und Formgehölze

Die ersten Blüten-Sträucher, wie Forsythien, Zierjohannisbeeren, Flieder und andere, sind jetzt mit Ihrer Blüte durch und Du kannst nun den Sommerschnitt vornehmen. Die Pflanzen treiben dann Mitte/Ende Juni erneut durch und Du musst im neuen Jahr nicht auf die Blütenpracht verzichten. Das Schnittgut kannst Du gleich als Häckselschicht zum Mulchen unter den Sträuchern verteilen.

Formgehölzen wie Buchs, Eiben und Lebensbäume gibst Du im Sommer ebenfalls einen Korrekturschnitt, um sie schön kompakt zu halten. So sind die dekorativen Kugeln, Säulen und Figuren für den Sommer bestens gestylt.

Rosen

Der Juni ist die Hauptblütezeit der Rosen. Da Rosen stark zehrende Pflanzen sind, kannst Du ihnen z.B. durch eine Gabe Flüssigdünger oder die Ausstreuung eines speziellen Langzeitdüngers im Mai etwas Gutes tun. Verblühte Pflanzenteile schneidest Du bei den Rosen lieber ab. Erstens sieht es unschön aus, die braunen alten Blütenstände dran zu lassen und zweitens fördert man so die Bildung neuer Blüten. Du kannst ruhig bis zu zwei Blattansätze tiefer abschneiden, so bleibt der Wuchs zusätzlich kompakter.

Rhododendren

Wo wir grade beim Thema „Schnitt“ sind: Für Rhododendron-Hecken und -Sträucher ist jetzt ebenfalls die richtige Zeit. Auch sie treiben gegen Mitte/Ende Juni nochmal durch und bilden so neue Blütenanlagen für das nächste Frühjahr. Bei Exemplaren, die noch keinen Rückschnitt benötigen, solltest Du die abgeblühten Samenstände ausbrechen, damit die Pflanzenkraft besser in neues Wachstum anstatt in die Bildung von Samen gehen kann

Stauden und Zwiebelblumen

Stauden, die jetzt bis zum Juni mit der Blüte fast durch sind, kanns Du nochmal zurückschneiden, denn sie produzieren dann noch einen weiteren Blütenflor. Auch bei frühblühenden Clematis ist jetzt zur Jahresmitte der richtige Zeitpunkt zum Schneiden, damit es auch nächstes Jahr wieder neue Blüten gibt.

Nun ist das Wetter optimal, um Ringelblumen, Wicken, Schleierkraut und Kapuzinerkresse in Deinem Garten auszusäen.

Und sonst noch …

Blattläuse. Das bekannte und zugleich lästigste Thema. Sie schwächen ihre Wirtspflanze, worauf die Blätter sich einrollen oder zusammen kräuseln. Auch Viren können per Blattlaus-Stich von einer Pflanze zur nächsten übertragen werden. Es will aber nicht jeder gleich die chemische Keule anwenden und das ist auch gut so. Im Internet gibt es zahlreiche gute Informationen zur Herstellung biologischer Spritzjauchen, bis hin zu Herstellern von Pflanzenschutzmitteln zur direkten Anwendung, die komplett auf natürlicher Basis sind. Auch der Einsatz von Nützlingen, wie Nematoden, Schlupfwespen u.a., ist durchaus sehr wirkungsvoll und für den Hausgarten meist völlig ausreichend.

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