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Hecken - Vielseitiger als man denkt!

Es gibt fast kein Thema, über welches in den Gärten so ausgiebig diskutiert und gestritten wird, wie über die Hecke. Wie sieht das denn aus, die Hecke muss mal wieder geschnitten werden! ist dabei nur eine von vielen beliebten Aussagen, die beim täglichen Spaziergang des Nachbarn fallen, sobald er eine nicht sorgfältig gestutzte Grundstücksbegrenzung sieht. Es gibt allerdings sehr schöne Wildwuchshecken, die ihren Nutzen für die Insektenwelt und auch die Vögel, die solche Hecken gerne als Nistplatz verwenden, durch einen Rückschnitt verlieren würden.

Das Angebot an Heckenpflanzen erstreckt sich über viele verschiedene Farben, Wuchshöhen und-formen. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über die unterschiedlichen Heckenpflanzen-Arten und warum der beliebte Buchsbaum nicht mehr in jedem Garten zu finden ist.

1. Die verschiedenen Heckenarten
2. Sehr beliebt: Die Thuja
3. Die Tücken des Buchsbaum
    3.1. Gute Alternativen zum Buchs

1. Die verschiedenen Heckenarten

Eine beliebte Verwendung der Heckenpflanze ist der Sichtschutz. Sei es, um die neugierigen Blicke der Nachbarn abzuschirmen oder um sich vielleicht selbst den Anblick zu ersparen, wie der fleißige Anwohner mit seinem schönen Maurerdekolleté auf der Auffahrt kniet, um diese neu zu pflastern. In so einem Fall macht sich schnell der Gedanke breit, dass ja nur eine immergrüne Heckenpflanze ganzjährig blickdicht sein könnte. Durch den jährlichen Rückschnitt kann allerdings auch die sommergrüne Laubhecke einen dicht verzweigten Wuchs ausbilden, sodass kein Blick hindurch gelangt. Beliebte Vertreter sind unter den immergrünen Heckenpflanzen der Taxus baccata und der Liguster bei den sommergrünen Laubhecken. Wer auf der Suche nach einer besonderen und ausgefalleneren Hecke ist, der sollte sich den Bambus genauer anschauen. Doch Nadel- und Laubgehölze sind nur zwei Oberbegriffe, denn der Begriff Hecke umfasst viele weitere Arten:

Dornenhecken: Wer einen wirklich undurchdringbaren Sichtschutz im Garten anpflanzen möchte, der greift zu einer Dornenhecke. Hierfür eignen sich Pflanzen, die ihren dichten Wuchs zusätzlich mit spitzen Dornen an ihren Ästen unterstützen. Hierzu zählen die Berberitzen und Sanddorne, aber auch z.B. der Ilex crenata 'Heckenstar'®, der sich mit seinen stacheligen Blättern verteidigt.

Blütenhecken: Diese Hecken bieten durch ihre Farbvielfalt nicht nur etwas für´s Auge, zahlreiche Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und auch Vögel zeigen sich sehr dankbar für diese neue Nahrungsquelle. Hierzu zählen bienenfreundliche Sträucher, wie die Felsenbirnen, Holunder und Pfeifensträucher.

Vogelschutzhecken: Diese, auch als Vogelhecke bekannte Heckenart besteht meistens aus vertrauten Sträuchern, die viele Vogelarten mit Blüten, Knospen und Früchten versorgen. Zu den heimischen Pflanzen zählt z.B. die Kornelkirsche.

Beetbegrenzungshecken: Besonders beliebt sind niedrige Hecken, die sich optimal für die Beetbegrenzung eignen. Die Pflanzen sind sehr schnittfreundlich, um gut in Form gehalten werden zu können. Die Fingersträucher sind hier eine sehr gute Wahl.

Auch die Geschwindigkeit des Wachstums kann ein entscheidender Punkt bei der Heckenplanung sein. Hier wird unterscheiden zwischen:

Langsam wachsende Heckenpflanzen: In der Regel sagt man, dass Heckenpflanzen, die einen Zuwachs von 30 Zentimetern pro Jahr haben, einen langsamen Wuchs besitzen. Wobei dieser Faktor auch sehr stark durch äußere Verhältnisse, wie z.B. Bodenbeschaffenheit, Wetterbedingungen und Nachbarpflanzen beeinflusst werden kann. Hierzu zählen Buchsbäume und der Hartriegel.

Schnellwachsende Heckenpflanzen: Einen schnellen Jahreszuwachs besitzen Pflanzen, die ca. 40 Zentimeter zulegen. Als optimale Heckenkandidaten erweisen sich hier Hainbuchen und Brombeeren.

2. Sehr beliebt: Die Thuja

Jeder hat mindestens einmal im Leben eine Thujahecke gesehen oder hat sie sogar selbst/ beim Nachbarn im Garten stehen. Die langjährigen Lebensbäume werden durch ihren kompakten Wuchs und ihre immergrüne Eigenschaft immer wieder gerne als Hecke angepflanzt. Sowohl auf privaten Grundstücken als auch in öffentlichen Parkanlagen sind die pflegeleichten Hecken zu finden. Durch ihre hervorragende Schnittverträglichkeit werden die Hecken gerne in unterschiedliche Formen gebracht, der ein oder andere natürliche Wuchs ist manchmal auch dabei. Durch ihre anspruchslose und pflegeleichte Art ist die Thuja vor allem bei Gartenneulingen beliebt, denn das Nadelgehölz kommt mit fast jedem Bodentyp zurecht.
Natürlich gibt es hier auch unterschiedliche Arten mit eigenen Wuchsformen. Für eine große, blickdichte Sichtschutzhecke eignen sich die schmalen und kegelförmig zulaufenden Thujas, z.B. 'Dark Embers'. Für eine niedrige Hecke sind die kugelförmigen Zwerge besonders attraktiv, z.B. 'Mirjam'.

Zu den Vorteilen einer Thujahecke gehört hauptsächlich seine umfassend robuste Art, die den Lebensbaum problemlos Wind und Wetter trotzen lässt. Immergrün und winterhart präsentiert sich die Thuja auch bei Minusgraden von ihrer schönsten Seite. Die üppige Auswahl an Sorten und unterschiedlichen Wuchsformen lässt reichlich Spielraum, um die passende Heckenpflanze für den eigenen Garten zu finden.

Zu den Nachteilen einer Thujahecke gehören die empfindlichen Nadeln, die sowohl bei Eis und Schnee als auch bei Wassermangel während heißer Sommertage schnell eine bräunliche Färbung annehmen können. Ist die Entscheidung einmal getroffen, den Lebensbaum zurückzuschneiden, sollte dieser Schnitt zum einen zweimal im Jahr erfolgen und zum anderen sollte man sich den Zeitraum genauestens merken. Denn wer einmal aus dem Rhythmus raus ist, der hat ganz schnell eine unansehnliche, braune Hecke.

3. Die Tücken des Buchsbaum

Bereits im Barock ließen sich Buchshecken häufig in den Gartenanlagen der Reichen und Schönen wiederfinden. Das Gehölz kann frei mit fast allen Pflanzen optimal kombiniert werden und ist durch seine überschaubaren Ansprüche bezüglich des Standortes sehr anpassungsfähig. Ob eckig oder rund, hoch oder niedrig – Buchs ist in jeder Form ein echtes Allround-Genie!

Doch die Zeit war einmal, als Buchsbaum und Hecke nur in einem Satz verwendet werden konnten. Heutzutage suchen die Menschen immer häufiger nach guten Alternativen zu dem Heckenklassiker. Warum? Zum einen ist der Buchsbaum keine gute Wahl, wenn neugierige Kinder oder Tiere im Haushalt wohnen. Denn alle Pflanzenteile des Buchsbaumes sind giftig – ausnahmslos. Besonders Kleinkinder sind große Entdecker und neigen gerne dazu, neue, für sie unbekannte Sache in den Mund zunehmen. Verschlucken sie dabei sogar ein Blatt oder eine Blüte des Buchses, kann es zu Erbrechen, Übelkeit und Durchfall, teilweise auch zu Schwindelgefühlen führen. Zum anderen hat der Buchsbaum einen Schädling, der besonderes hungrig auf das Gehölz ist: Der Buchsbaumzünsler. Ein sehr hartnäckiger Kleinschmetterling, dessen Raupen zwar kaum bemerkt werden, aber einen unwahrscheinlich großen Appetit besitzen und zu Kahlfraß an den Büschen führen.

3.1. Gute Alternativen zum Buchs

Bergilex Golden Gem

Der gelbe Bergilex ist nicht nur durch seinen kompakten, dicht verzweigten Wuchs ein guter Ersatz für den Buchs, sondern sorgt mit seiner goldgelben Blattfärbung für attraktive Farbtupfer im Gartenbeet. Durch seine geringe Größe ist 'Golden Gem' auch eine schöne Kübelpflanze für Terrasse und Balkon.

Goldliguster Aureum

Sein schneller Wuchs prädestiniert 'Aureum' für den Einsatz als Heckenpflanze und schmückt sich mit einzigartigen, zweifarbigen Blätter in hellgrün und leuchtend gelb. Hinzu kommt seine gute Schnittverträglichkeit und das undurchdringliche Geflecht aus Zweigen dient als idealer Wind- und Sichtschutz.

Japanische Azalee Maruschka

Dass auch ein außergewöhnlich blühender Busch eine gute Buchs-Alternative ist, zeigt die Azalee 'Maruschka' in ihrer auffällig roten Blütenpracht. Japanische Azaleen gehören zu den kleinwüchsigen Rhodos und eignen sich hervorragend für die Beeteinfassung.

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